Im Rahmen des Forschungsprojektes NoeSLIDE werden in den kommenden 3 Jahren gravitative Massenbewegungen in sechs Untersuchungsgebieten einem ausführlichen Monitoring unterzogen. Dies erfolgt in den Bezirken Waidhofen/Ybbs, Scheibbs und Amstetten und wird von der Arbeitsgruppe ENGAGE (Geomorphologische Systeme und Risikoforschung) am Institut für Geographie und Regionalforschung in enger Zusammenarbeit mit der Niederösterreichischen Landesregierung  (Abteilung Allgemeiner Baudienst und Geologischer Dienst) sowie der Geologischen Bundesanstalt (GBA) durchgeführt.

Zu den Testgebieten zählen die Erdströme Eckerwirt und Hofermühle bei Konradsheim, die von Steinschlag betroffenen Gebiete Ofenloch und Amtmann bei Opponitz, die seit 40 Jahren regelmäßig aktive Rutschung in Gresten, sowie die tiefgründige Rutschung in Brandstatt.

Neben der Analyse des Zusammenhangs der Aktivität der Fließ-, Sturz- und Rutschprozesse mit externen Einflussfaktoren wie beispielsweise Niederschlag, liegt ein Fokus des Projekts auf der Entwicklung und dem Testen neuartiger Messmethoden für das Geomonitoring. Daher werden neben traditionellen Methoden wie der Installation von Inklinometern auch Methoden wie kontinuierliches terrestrisches Laserscanning sowie permanente Geoelektrik eingesetzt. Als ein weiteres Ziel des Projektes wird eine web-basierte Plattform erstellt die die eingegangen Daten graphisch visualisiert und die eine einfache und schnelle Analyse der gemessenen Daten zulässt. Durch benutzerorientierte Darstellungen werden damit im Katastrophenfall schnelle Reaktionen der Verantwortlichen unterstützt.

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Thomas Glade
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Ekrem Canli, MSc
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