Im Rahmen des NoeSLIDE Projektes werden gegenwärtig sechs Standorte untersucht. Einige davon in unregelmäßigen Abständen ohne automatische Messanlagen, einige davon sehr intensiv mit eigener Strom- und Breitband-Internetanbindung. Die sechs Standorte, die sich über die Bezirke Waidhofen/Ybbs, Amstetten und Scheibbs verteilen, sind:

  • Salcher Rutschung
    Der Hauptuntersuchungsstandort im Rahmen des NoeSLIDE Projektes in Gresten (Bezirk Scheibbs). Diesem Standort ist eine eigene Seite mit ausführlichen Details gewidmet; siehe Salcher Landslide Observatory
  • Hofermühle Rutschung/Mure
    Am Standort Hofermühle in Konradsheim (Bezirk Waidhofen/Ybbs) wird gegenwärtig eine automatische Wetterstation (Temperatur, Regen, Luftdruck, Strahlung) und drei TDR Sonden betrieben. Diese messen in einem Intervall von 10 Minuten und senden die Daten über das Handynetz an den Datenserver nach Wien. Zusätzlich erfolgen in regelmäßigen Abständen GNSS Messungen von ca. 60 Referenzpunkten im Anrissbereich der Rutschung. Dies dient dazu, räumlich verteilte Bewegungsmuster zu detektieren bzw. Aussagen darüber zu treffen, ob sich der obere Teil der Rutschung zurückverlagert (retrogressive Rutschung). Vom Gegenhang werden zudem in regelmäßigen Abstanden Laserscans bzw. im Murgerinne unterhalb der Rutschung über Referenzpunkte Tachymetermessungen durchzuführen. Regelmäßige UAV Befliegungen sollen großflächig Oberflächenveränderungen feststellen.
  • Eckerwirt Rutschung
    Der Standort Eckerwirt, nur einige hundert Meter westlich der Hofermühle in Konradsheim, weist eine sehr ähnliche morphologische Struktur auf. Hier werden in Zuge der UAV Befliegungen der Hofermühle ebenso Luftfotos und Geländemodelle erstellt zur Feststellung etwaiger Oberflächenveränderungen.
  • Amtmann Felssturz
    Der Amtmann ist ein freistehendes Felsgebilde im Ybbstal und ein Naturdenkmal. Aus diesem Grund ist eine Sprengung nicht möglich, obwohl er eine potentielle Gefahr für die danebenliegende, vielbefahrene Ofenlochstraße (B31) ist. Felsbewegungen werden dazu über kabellose Sensorknoten gemessen.
  • Ofenloch Felssturz
    Die Ofenlochstraße (B31) zwischen Waidhofen/Ybbs und Opponitz ist stark durch Steinschlag und Felsstürze gefährdet. Zahlreiche technische Schutzvorkehrungen wurden entlang der Straße bereits durchgeführt. Im Rahmen des NoeSLIDE Projekts wird eine Felswand am rechten Ybbsufer in regelmäßigen Abständen mit einem terrestrischen Laserscanner erfasst, um so flächenhaft Veränderungen an der Felswand feststellen zu können.
  • Brandstatt Rutschung
    Die Brandstatt Rutschung ist eine große und tiefgründige Rutschung, jedoch mit sehr geringen Bewegungsraten. Sie wird in regelmäßigen Abständen mittels Laserscanning und UAV Befliegungen untersucht.

 

Die interaktive Karte ermöglicht eine Betrachtung aller untersuchten Standorte auf Basis von Satellitenbildern.