Inklinometer:

Gegenwärtig befinden sich auf der Salcher Rutschung 3 verrohrte Bohrlöcher, die für Inklinometermessungen verwendet werden. Zwei davon werden über manuelle Inklinometersonden ca. monatlich neu gemessen, eines beinhaltet ein permanent installiertes Ketteninklinometer, das alle 10 Minuten Messungen automatisch durchführt und per Internet direkt auf dem Datenserver in Wien ausgelesen wird.

Piezometer:

Die Piezometer am Salcher Hang sind entlang eines Längsschnitts der Rutschung installiert und messen alle 5 Minuten die Tiefe des Grundwasserspiegels (Abb. 1, oben). Alle 5 Minuten erfolgt eine Messung, die Daten werden automatisiert in Wien am Datenserver ausgelesen

TDR Sonden:

Die TDR Sonden sind am Salcher Hang unter der Wetterstation in 0,5 m, 1 m und 2 m Tiefe installiert. Sie messen alle 5 Minuten einen volumetrischen Wassergehalt, wobei auch hier die Daten automatisiert nach Wien gesendet und visualisiert werden (Abb. 7, unten).

 

Abbildung 7: Visualisierung der Piezometermessungen (Grundwasserstand) am Salcher Hang (oben) sowie die der TDR Sonden (volum. Bodenfeuchte, unten).

Permanente Geoelektrik (ERT):

Die permanente Geoelektrik am Salcher Hang wurde über die gesamte Länge der Rutschung in ca. 30 cm Tiefe vergraben und operiert im automatisierten Betrieb. Dabei kommt das GEOMON System der Geologischen Bundesanstalt (GBA) zum Einsatz (Supper et al., 2014). Die Installation des ERT erfolgte im Rahmen des LAMONMD-Projektes im Herbst 2014. Alle drei Stunden erfolgt eine Messung, wobei Veränderungen der Feuchteverhältnisse im Untergrund erfasst werden können (Abb. 8).

 

Abbildung 8: Geoelektrisches Profil über die gesamte Länge der Salcher Rutschung. Blaue Bereiche kennzeichnen Bereiche reduzierter Widerstandswerte im Untergrund nach einem Regenereignis (Geologische Bundesanstalt, 2015).

Laboranalyen:

Zu Beginn des NoeSLIDE Projektes wurde eine Vielzahl an Bohrkernen bis in 14 Meter Tiefe gewonnen. Dies erfolgte über eine Rammkernsondierung. Diese Erdbohrkerne (Abb. 9) wurden in einem bodenphysikalischen Labor an der Universität Wien hinsichtlich Korngrößenverteilung, Lagerungsverhältnissen, Farbe, Kalk- sowie Wassergehalt untersucht (Abb. 10). Über Rammsondierungen wurden zudem Veränderungen der Lagerungsdichte im Untergrund bestimmt, ohne Bohrkerne zu gewinnen. Durch diese Informationen wurde es erleichtert, Hangbewegungen bzw. hydrologische Prozesse im Untergrund zu interpretieren und schlussendlich zu verstehen bzw. mit anderen Messungen zu korrelieren. Die Standorte der Bohrungen, Sondierungen und Inklinometer sind Abb. 11 zu entnehmen.

 

 

Abbildung 9: Mittel Rammkernsondierung gewonnene Bohrkerne auf der Salcher Rutschung.

 Abbildung 10: Siebmaschine (links) und Analysegerät für Feinpartikel (SediGraph 5120, rechts)

  

Abbildung 11: Schematische Darstellung der Salcher Rutschung inkl. eingezeichneter Standorte der Bohrungen, Sondierungen und Inklinometer.

Literatur:

Supper, R. et al., 2014. Geoelectrical monitoring: an innovative method to supplement landslide surveillance and early warning. Near Surface Geophysics, 12(1), pp.133–150.